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Salli Mitnander! 


09. Dezember 2017, 19:06

s'wiihnächtet!

Jo, s’wihnächtet mit Macht! Die Däg ränne devu… Un hesch schu Breedli backe? Budderbaggis, Zimtsternli, Springerli, Hildabreedli… Jo die Adventszitt isch schu was schöns, wänn, jo wänn nit die allesbestimmende Frog einem umdriebe dät – was soll ich blos wieder schenke? Sie hän doch schu alles! Un die Vorstellung in d’Läde rumzrenne un sich mit Wiihnächtsmusik beriesle z’losse, also die macht mii überhaupt nit a. Also ich hab lang über die Frog nochgrübelt, un – ob des glaubsch oder nitt – mir isch do was guds iigfalle. Wissener ich schenk dieses Johr ebbis, was ma meine, dass es uns immer fählt. Ich schenk eifach Zitt!
Alli schwätze jo devu sie hän kai Zitt – also bii uns in Dittschland hocke sie durchschnittlich 3 Stunden un 43 Minude vor d’Glotze – do wär jo noch Eisparpotential. Also ich mach’s diesjohr mol anderschd wie sunscht. Alli dänne, wo ich ebbis schenke will, die kriege e Kärtli vun mir mit‘me Zittgutschein. Un do schrieb ich druff, was und wann ich mit ihnen unternehme will. Also mit’m Oskar, do mach ich e Kneipebummel, durch die alde Wirtschafte vun Friiburg. Mit d’Kinder in d’Verwandschaft do geh i zum Schlittschuhlaufe. Mit d’Oma ins Konzert un mit’m Schorsch, mit däm i jo über drei Ecke verwandt bin, mit däm spiel i e paar Runde Schach. Der findet doch sunscht kainer gegen dän er gwinne kann. Tante Hildegard, die du i ins Café Schmidt usführe, do het sie schu lang mol wieder hiiwelle. Un mim Lumpi, was jo mai Hund isch, mit däm geh i ins Kino, er sieht so gern Tierfilme.
So, un jetzt hab i viel Zitt, i mach jetzt e Glühwii, zünd ma e Kerzli a un streck Beiner under d‘ Tisch. Euch noch e scheeni Adventszitt – e ruhigs Wiihnächtsfäschd – un nadierlich e guets un gsunds neues Johr! Euer Edgar

Redakteur

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17. November 2017, 10:46

Mysterien des Alltags

Also manchmol, gell, do isch’s doch grad wie verhext. Do bruchsch ganz dringend ebbis, und du weisch genau, dass du des do hiiglegt hesch. Aber jetzt, wo’s so pressiert, do isch‘s nimmi do. Do könnschd dann doch grad uff’d Sau furt. Aber des hilft halt au nix. Du stellsch die ganzi Bude uff’d Kopf, un – nix. Kopflos rennsch in d’Wohnung vun Zimmer zu Zimmer, rissesch Schublade und Schränk uff, bisses ussieht als hät e Bombe iigschlage. Du bisch faschd am kollabiere…. Do fallt dei Aug nochmal uff des gewohnt Plätzli, wo du die Sach immer ablegsch – un des gibt’s doch nit – do liegt’s doch! Also gell, des geht doch nit mit rächde Dinge zu! Oder e andre Fall. Du stecksch d‘ Huustürschlüssel in d‘ Jackedasch und gehsch Eikaufe. Belade mit Dasche und Tüte kummsch wieder heim. Un – d’Huustürschlüssel isch garantiert in der Dasch, wo d‘ mit d’Händ grad nit niikumsch, weil d‘ vollbelade bisch!
Des sinn so die Mysterien des Alltags!
Ich hab do au mol mid’m Oskar drüber gschwätzt. Ich hab ihm gsagt über der Suchererei könnt ich als grad d’Verstand verliere. „Oh“, het d’Oskar gsagt, „des wär schlimm. So e winzigs Ding isch noch schwerer z‘finde.“
Naja, d’Oskar versteht es halt einem uffzubaue!
Also maches gut, un denke dra – suchet nit, s’wird sich schu vu selber finde.
Euer Edgar

Redakteur

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08. Oktober 2017, 11:35

Herbschd!

S’isch wieder sowitt. D’Nächt wärre kälter, Blätter bunter un’s Laub keit runder. S’isch Herbschd. An so neme usgwachsene Baum hänge jo bis zu 1000.000 Blätter stelle euch des mol vor. Ich hab nit nochzählt – nei des hab ich irgendwo gläse. Also jedi Mengi Laub, was so noch un noch runder kummt. Deshalb losst au d’Krach vun d’Räsemäher in d’Vorgärte langsam noch, un wird abglöst vom Getöse vun dene Laubblooser. Denn wär nimmt hitt noch e Räche in d’Händ! Nei sobald die erschde Blättli rundersegle, wird d’Bosch AL 25 ahgworfe, un lospuschded was russkummt. Jesses nei, was do alles in d’Luft gewirbelt wird: Feinstaub, Schimmelpilze, Spore un pulverisierter Hundedräck un näbe här natürlich au e bissli Laub. In Dittschland solle jo in d‘ leschde Johr, sage un schreibe, 500.000 Laubblooser un -sauger kauft worre sii. Wieviel Laubräche verkauft worre sinn, weiß i nitt. Aber, wenn i mich so in d’Nachbarschaft umguck, könne des nimmi viele gwäse sii. Debbi – so e Laubräche isch doch e feini Sach! Meischdens het ma sini Blätter viel schneller zämme, s’macht kai Krach, s’verpeschtet die Luft nitt, un ma stärkt noch die Armmuskulatur, un spart sich’s so‘s Gäld für d’Muggibude.
Also:
Wenn’s Obends wird schu früher dunkel,
wenn’s näblig wird un ziemlich frisch.
Wenn‘ Laub bunt in d’Sunne funkelt,
es Biire, Epfel, Nusse git.
Wenn bloose wird, un nimmi kehrt,
jo liibe Litt, jo dann isch Herbschd.

Redakteur

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04. September 2017, 11:41

Soddene un Sonigi.


So Salli Mitnander!
Gell, s’könnt alles so schee sei, wenn die Andre nit wäre, die einem immer wieder mol fuchse dun. Die welle halt immer ebbis vun einem, was ma selber nit will. Aber was willsch mache, gibt halt Sonigi un Sonigi, manchi sage jo aus gsoddene un ungsondene. Zu dem Thema muss ich euch mol ebbis verzälle. Vor kurzem hab ich, rein zufällig mol mitkriegt, wie sich unsri Metzgersfrau, mit de Bäckersfrau unterhalte hät.
„Friahjer het alles nit gnua Fett ha könne, un hit derf kum e Möggili Fett dra si!“ meint d’Metzgersfrau. „Un wän mir zehnerlei Brot hän, deno verlange e Teil vu dr verwöhnte Kundschaft nomol es anderi Sorte“, sagt die Bäckersfrau.
„Jo, jo. D’Zunge ghört dene mit me Stuhlbai gschabt! Aber s git halt Sonigi un Sonigi.“, empört sich d’Metzgeri.
„Do hesch rächt“, erwidert die Bäckersfrau, „aber vu Sonigi gibt’s am meischde!“
Ebbe, genau was ich au immer sag! Mei Ratschlag: wänn Sonigi dich Nerve, dänk eifach:
„Du kannsch mir mol d’Buggel nunder rutsche!“
In däm Sinn, mache‘s guet!
Euer Edgar

Redakteur

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05. August 2017, 10:53

Alles het drei Sidde!

Fipronil-Eier, Dieselskandal – ei Skandal jagd de nächschde. Fußballer wärre für 222 Millione verschobe - also nei, da könnscht doch grad z’viel kriege. Dezu noch d’Trump, Erdogan un Putin – die einem s’grusle lehre, also gell, mir läbe schu in gruusige Zidde, aber des muss aber au früher schu so gwäse sii, denn mei Oma het als immer gsait: „Oh Herr, schaue dein Volk an – nur Lumbe un Zigiiner!“ Un do het sie doch bigott rächt. Jo, s’isch halt hinde un vurne nix meh, un d’Litt ränne nur noch m’Geld hinder här. Bis halt uff e paar kleini Usnahme. Ha jo, ich und Du, mir ghöre do natiirlich nit dezu. Nei ganz im Gegeteil, wenn alli so wäre wie mir Zwei, gell, dann dät’s uff dere Welt anderschder zugehe. Oder au nit. Aber am beschde mir dun die ganze Sach so ansähne wie des schu d‘ Karl Valentin vorgschlage het: „Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." So, des loss ma uns jetzt mol uff d’Zunge zergehe… Also, dann bis zum nächsdemol, bass uff Dich uff! Dein Edgar

Redakteur

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13. Juli 2017, 11:51

d'Iiisberg!

Hesch's au schu ghört? Jetzt isch doch bigott in d'Antarktis e mords Iisberg abgebroche. Der isch siebe mol so groß wie de Bodesee. Des isch doch unglaublich. Un der schwimmt jetzt, mir nix, dir nix im Meer rum. Des isch doch schad! Debii giibts doch Länder die wäre bigott froh, wenn sie mol so scheene Iisberg kriege däte, dorum wo's nur Wüste gibt un kei Wasser. Die hätte doch e Mords Freud! Also ich muss mich do mol schlau mache, ob ma do nit eifach des Ding irgendwie in Besitz nämme könnt. D'Badisch Fahne iiramme un des Ding isch gritzt. Un dann schwimme ma langsam runder nach Afrika un bewässere die Wüste Sahra. Also ich hab do schu e mängi kreative Idee. Ich muss do jetzt glii mol mim Oskar drüber schwätze. Also Adee un bis e ondermol! Euer Edgar

Redakteur

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19. Juni 2017, 15:57

s'isch Summer!

Gell, hitt brägelt Sunne wieder un e Hitz isch, dass d’Schnecke belle. D’Brüh rennt einem grad so nunder, ma ka garnit soviel nochschüdde, wie devu lauft. Aber alli sages jo, ma solle drinke – drinke des wär’s wichtigschde. Also drinke ma halt! Wenn ma grad beim drinke sinn – mir Badner hän do jo e huffe Usdrück defür. Mir drinke nit nur, nei – mir bächere, duudle, päbere, pfädze, suggle, sürpfle, suffe, suuge un schlotze – un nit nur Wasser, us’m Fläschli, Gläsli, Buddili, Bächer, Gidderli un Guddere. In däm Sinn – also Proschd! Euer Edgar

Redakteur

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07. Mai 2017, 12:08

Edgar auf youtube

Jo liebe Freundinne un Freunde, hitt will ich Euch mo uff mei YouTube Kanal hinweise. Sit 2013 hab ich immer mol wieder kleine Videos produziert, zum Thema Mundart: „Badisch schwätze“, über unser Badnerländle: „Heimat Baden“, es gibt e ganze Serie; „Edgar sucht Frau“, jo do war ich uff Brautschau, aber… na guck selber. Au vum Oskar un vun de „Badische Drei“ sinn Filmli zu sähe. Au gibt’s „Musik aus Baden“. Usserdem gibt’s „Witze aus Baden“ un „Edgar Schnatermanns Videobotschaften“. Es sinn bisher, sage un schreibe 72 Videos uff meinem Kanal zu finde, un alli sälber gmacht! Z’schletscht hab i e Mundart Rap uffgnumme un e kleins Video mit badische Wörter für Fortgeschrittene. Also guck doch mol rii.
www.youtube.com/c/​EdgarSchnatermann
Maches gut un bis bald! Euer Edgar

Redakteur

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04. April 2017, 11:30

Ma kummt rum!

Also im März, gell, do bin ich mit de "badische Drei" ganz schön im Ländli rumkumme. Z'erscht ware ma in Opfinge in de "Blume", dert häm ma die Litt unterhalte während sie ihr "Schwarzald-Tapas-Menü" genosse hän. Kurz druff isch's zu de Hochalemanne nach Weil a. R. gange ins TAM Theater. E richtig gemütlich kleins Theater, mit ludder neddi Litt! Un ob ihr's glaube oder nitt, die Hochalemanne hän uns Niederalemanne alli aschdrein verstande! Jo un dann ware ma noch in Breisach, in dem schöne Saal vom Hotel Bären. Superstimmung! S'het e riese Spaß gmacht. So un jetzt verschnuffe ma e bissli, mir sinn jo au nimmi die Jüngschde, un dann geht's widder.
Un wan sähne mir uns? Bis dohii oder e ondermol, grüßt Euch Euer Edgar

Redakteur

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12. März 2017, 17:18

März!

S’isch Frühling! D’Lebengeister erwache wieder, wenn uns nit grad Frühjahrsmüdigkeit überwältigt. D‘Vögel pfiffe, Däg wäre länger, d’erschde Blume und Sträucher blühe un kriege grüni Blätti. S’isch jedes Johr desselbe un doch immer wieder neu un erstaunlich. De Eduard Weber het des in einem Gedicht sehr schön beschriebe:

„Säll Wunder, wo sich jetzt vollziiht,
wie’s jeder jedes Frü(h)ijohr siht,
wie Blatt um Blatt sich jetz entfaltet
isch ebbis, wo doch nie veraltet.

E Schmetterling het sich ufgrapplet
un gauklet in de Luft un zapplet.
D’Sunn isch au höher kletteret,
e Vögeli lut schmetteret:
„Jetzt bin i wider lebensfroh,
i suech e Wiibli, d’Zit isch do“.“

Also uff gehn russ un hebe d’Nas in d’Frühlingsluft! E scheene März wünscht Euch Euer Edgar

Redakteur

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