Blog

Salli Mitnander! 


01. Mai 2018, 10:25

s'wichtigst isch halt Gsundheit!

So Salli, hit welle mol über d’Gsundheit schwätze. Also s’wichtigst isch jo – des sage jo alli – isch d’Gsundheit. Stimmt’s oder hab i recht? Des dewäge renne mir au alli furtzläng zum Doktor. Aber gell, manchmol do blicksch fascht nimmi durch, weil des was ma geschdern uff keinen Fall het esse dürfe, uff einmol gsund isch. So wie mit dem Glosterinspiegel, wo sie immer so e Uffstand gmacht hän. Mei Dr. het jo zu mir gsagt, ich soll meh Salat esse. Also und was hab ich gmacht, Salat in mich rii gschufelt. Wurstsalat, Fleischsalat, Ochsemuulsalat, bis mas bald zu de Ohre russ kumme isch. Aber für d’Gsundheit musch halt au Opfer bringe. S’isch nämlich so: im Körper, sozusage innwändig, do hängt jo alles irgendwie zämme. S’wichtigst, des hab ich mir mol von einer sogenannte Kapazität sage losse, s’wichtigst, gell des soll jo die Flora und Fauna im Darm sei. Jo, hittzutag do kann ma ja au dodrüber ganz offe mitnander schwätze. Oder schenierts euch? So jungs Ding het jo über des Thema sogar e Buch gschriebe: Darm mit Charme. Des isch sogar e Besteller worre. Hän ihr des gläse? Jo – nei – isch au egal. Ich habs nit gläse, wie soll au so e jungs Maidli wisse was in so einem badische Altmännerdarm los isch. Kumme ma vum Darm zum Kopf. Geht’s euch au so: Grad hesch noch ebbis gwisst, und plötzlich isch’s weg. Wie wegblose, also des isch jo manchmal schu gruusig, was ma so alle vergisst. Gell ma kanns s’sich des jo garnimmi alles merke, was ma so de ganze Dag über vergesse het. Aber des het jo viilicht au ebbis mit’m Alter zu tun – oder au nit. Weil di Junge, gell die vergäße jo au alles mögliche, aber halt meischdens des worauf sie kei Bock hän. Und mir Alde, mir vergäße Gottseidank woruf mir mol Bock ket hen. So het halt jedes Alter seine Breschde. Aber losse ma des jetzt, so ganz klapprig sin ma halt au no nit! Also maches gut, un bliibe gsund,
Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


03. April 2018, 18:36

d'Lenz isch do!

So, hänner d’Osterhas gfunde? So, jetzt isch des au schu wieder rum. Aber d’Frühling, jo der kummt jetzt mit Macht! Jetzt geht’s wieder russ in d’Natur. Na, oder wenigstens uff d’Balkon. Früher war i jo im Schwarzwaldverein. Wege meinem böse Bei bin i dann ustrete. I bin jo meischdens nur noch hinterher gschliche. Früher, jo früher, jesses, was bin ich do gloffe! Berguff un bergab, aber meischdens berguff. Nei sinn mir ebbis zämme gloffe. Aber hit macht einem des jo au kei so richtige Spaß meh, im Wald. Mol kummt e ganze Carona vu Fahrräder vorbeigrast, das de in de Grabe springe musch, damit de nit drunter kumsch. E andermol, wenn de grad gmütlich durch de Wald schlabsch, kommt e ganze Herde vu buntgekleidete Mänsche mit Stecke. Wenn de meinsch, du kannsch mit eine vun dene mol e Schwätzli halte, jo do hesch die aber gschnitte. Wie e Horde vum Dschingiskahn stürme die an einem vorbei. Zum schwätze hänn die kei Zitt. Vun dene Andere, die wie die gstörte durch de Wald renne, das ihne d’Brüh hinde un vorne runderrännt, vu denne will i gard nid rede. Die hän jo damit sie bloß nix höre, au noch Stöpsel in’d Ohre stecke. Un die Hunde! Do wetzt so e riese Köder uff einen zu – vun widdem hört ma: „Er macht nix!“, in de Zwischezit kaut des Vieh schu uff meinen Underarm rum. Aber ma derff jo nix sage! Nit dass ihr jetzt meine das ich schelde will! Nei, ich will’s halt nur mol gsagt habe. Also, mache’s gut! Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


28. Februar 2018, 17:40

d'Winterspeck

S‘Frühjohr isch do un do drüber freue mir uns natürlich alli. Aber so manchi hän noch mit d’Hinterlasseschafte vum Winter z’kämpfe. So wie mei Kolleg d’Oskar. Der weiß nit wohii mit’m Winterspeck. Zu däm Thema, was jo viele bewege dut, basst des schöne Gedichtli vum Eduard Weber: De Ranze

Di gliich Kumedi Johr für Johr
Am End vum Winter, kurz bevor
s’warm wird un wenn s’ Frühjohr kummt,
han i wider e paar Pfund
zugsetzt um de Ranze rum.
Kum dass i nuch in d’Hose kumm.

Am Kuttlesack hängt’s Übergwicht.
Rumpfele grad gnug im Gsicht,
d’Rippe kasch mier einzeln zelle,
kei Grämmli z’viil isch au uff sälle.
Bloß am Ranze, do setzt’s aa,
weiß Gott wo ich des her ha.

Vu de Sau iß ich doch nind,
gar nit viil iß ich vuum Rind,
iß fast bloß Produkt vu Pflanze
un ha so e dicke Ranze.

Ghungert han ich un gfastet,
Bergmärsch gmacht un ha kum grastet,
Kure gmacht zu hoe Priis,
Schlankheitstee glii literwiis
Pille han i gschluckt, Tablette,
graucht die stärkste Zigarette.
D’Doktor het mir krank au gschriebe
bloß de Ranze, der isch bliibe.

I glaub die best Lösung isch des,
i gang als Schauobjekt uf d’Mess,
dert verdien i e weng Geld
als dickste Ranze vu de Welt.

Jo, ma muss sich halt nur z’helfe wisse. In däm Sinn grüßt Euch Euer Edgar.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


06. Februar 2018, 11:27

Mich frogt wieder kainer!

So Salli! Jetzt kummt Fasnet! Aber do drüber will i jetzt garnix sage. Nei mir isch nämlich garnit nach Fasnet. Ich hab nämlich e mords Brummschädel. Warum? Weil i doch bei de Mitgliederversammlung vun minem Verein war.
Ich hab jo zum Oskar gsagt, i weis gar nit ob ich higehe soll, weil, sinn au Neuwahle vumm Vorstand, un i hab Angschd ket, sie dun mich uffstelle..
I bin also geschtern Obend trotzdem do hi dackelt, de Oskar un de Karli ware au do, zu dene bin i g’hockt. Dann isch los gange un sie hän ziemlich lang rumgschwätzt, bis es endlich losgange isch wegge dere Wahl zum Vorstand. Ma het Vorschläg mache solle wegge wen ma wähle soll.
I bin do g’kockt un hab de Schädel eizoge. Es sin au e paar Name gfalle.
Aber, des muss ma sich jetzt mol vorstelle, kainer het mich vorgschlage. Au nit de Oskar oder de Franz, debei sinn des doch guti Kumpel vun mir. Also ich hab e stink Wut kriegt. Also, dass mi gar keiner gfrogt het, des war e Sauerei! Debei hab i doch scho so viel für de Verein g’macht. Nit, das i mi hät uffstelle losse. Nai, ich wär bstimmt nit in de Vorstand, aber froge, froge des hette sie mich doch wenigstens könne! Mensch war ich sauer! Vor lauter Fruscht hab i mir e richtige Bägel a’gsoffe. De Rotwie war nämlich gut, un billig war er au! Un jetzt, jetzt hab ich e mords Brummschädel, des schmerzt und zieht runter bis in de große Zeh!
Un wer isch Schuld, wie immer die Andre! Na ja, losse ma des jetzt!
Also, Narrio, Narro! Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


04. Januar 2018, 13:48

I bims

Jo, salli Mitnander mit däm Jugendwort von 2017 (I bims = Ich bin’s) möcht ich mich miene Neujahrsbotschaft eröffne. Weil, ich hab do drüber mol nochdenkt. Un do bin i ganz schee ins grüble kumme. Denn – bims i wirklich noch ich? Mänsch früher – jo do war i doch e ganz andre Kärli, un Hitt? Aber s’isch halt wie’s isch, hitt bin i halt der er i bims, un der der i früher mol gsii bin, der steckt halt noch irgendwie bii mir drinn. Wenigstens teilweise. Anderersitts bin i au wieder froh, dass manchi Sidde vu mir, sich im Lauf vun dene Johr verändert hän – un – weil so isch’s jo au nit – neui dezu kumme sinn. Also bims hi un bims här, s’isch halt wie’s isch – un in bin jetzt halt där wo i bim(s). So, jetzt häm ma des au mol klärt. S’wichtigscht isch jo, dass mir us däm wo mir hän s’Beschd mache. Un do het jo schu einer vu dänne ganz Alde (nämlich 44 v. Chr.) gschriebe: „Greise, die besonnen und weder grämlich noch unfreundlich sind, haben ein erträgliches Alter“. Na, do häm mir jo schu ebbis als guede Vorsätz für’s Neue. Un die Andre hän au ebbis devu!
Euch uff jeden Fall e gueds, gsunds un erträgliches Neus Johr!
„Geht fit“? („Geht klar“ au e Jugendwort)
Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


09. Dezember 2017, 19:06

s'wiihnächtet!

Jo, s’wihnächtet mit Macht! Die Däg ränne devu… Un hesch schu Breedli backe? Budderbaggis, Zimtsternli, Springerli, Hildabreedli… Jo die Adventszitt isch schu was schöns, wänn, jo wänn nit die allesbestimmende Frog einem umdriebe dät – was soll ich blos wieder schenke? Sie hän doch schu alles! Un die Vorstellung in d’Läde rumzrenne un sich mit Wiihnächtsmusik beriesle z’losse, also die macht mii überhaupt nit a. Also ich hab lang über die Frog nochgrübelt, un – ob des glaubsch oder nitt – mir isch do was guds iigfalle. Wissener ich schenk dieses Johr ebbis, was ma meine, dass es uns immer fählt. Ich schenk eifach Zitt!
Alli schwätze jo devu sie hän kai Zitt – also bii uns in Dittschland hocke sie durchschnittlich 3 Stunden un 43 Minude vor d’Glotze – do wär jo noch Eisparpotential. Also ich mach’s diesjohr mol anderschd wie sunscht. Alli dänne, wo ich ebbis schenke will, die kriege e Kärtli vun mir mit‘me Zittgutschein. Un do schrieb ich druff, was und wann ich mit ihne ebbis unternehme will. Also mit’m Oskar, do mach ich e Kneipebummel, durch die alde Wirtschafte vun Friiburg. Mit d’Kinder in d’Verwandschaft do geh i zum Schlittschuhlaufe. Mit d’Oma ins Konzert un mit’m Schorsch, mit däm i jo über drei Ecke verwandt bin, mit däm spiel i e paar Runde Schach. Der findet doch sunscht kainer gegen dän er gwinne kann. Tante Hildegard, die du i ins Café Schmidt usführe, do het sie schu lang mol wieder hiiwelle. Un mim Lumpi, was jo mai Hund isch, mit däm geh i ins Kino, er sieht so gern Tierfilme.
So, un jetzt hab i viel Zitt, i mach jetzt e Glühwii, zünd ma e Kerzli a un streck Beiner under d‘ Tisch. Euch noch e scheeni Adventszitt un e ruhigs Wiihnächtsfäschd! Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


17. November 2017, 10:46

Mysterien des Alltags

Also manchmol, gell, do isch’s doch grad wie verhext. Do bruchsch ganz dringend ebbis, und du weisch genau, dass du des do hiiglegt hesch. Aber jetzt, wo’s so pressiert, do isch‘s nimmi do. Do könnschd dann doch grad uff’d Sau furt. Aber des hilft halt au nix. Du stellsch die ganzi Bude uff’d Kopf, un – nix. Kopflos rennsch in d’Wohnung vun Zimmer zu Zimmer, rissesch Schublade und Schränk uff, bisses ussieht als hät e Bombe iigschlage. Du bisch faschd am kollabiere…. Do fallt dei Aug nochmal uff des gewohnt Plätzli, wo du die Sach immer ablegsch – un des gibt’s doch nit – do liegt’s doch! Also gell, des geht doch nit mit rächde Dinge zu! Oder e andre Fall. Du stecksch d‘ Huustürschlüssel in d‘ Jackedasch und gehsch Eikaufe. Belade mit Dasche und Tüte kummsch wieder heim. Un – d’Huustürschlüssel isch garantiert in der Dasch, wo d‘ mit d’Händ grad nit niikumsch, weil d‘ vollbelade bisch!
Des sinn so die Mysterien des Alltags!
Ich hab do au mol mid’m Oskar drüber gschwätzt. Ich hab ihm gsagt über der Suchererei könnt ich als grad d’Verstand verliere. „Oh“, het d’Oskar gsagt, „des wär schlimm. So e winzigs Ding isch noch schwerer z‘finde.“
Naja, d’Oskar versteht es halt einem uffzubaue!
Also maches gut, un denke dra – suchet nit, s’wird sich schu vu selber finde.
Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


08. Oktober 2017, 11:35

Herbschd!

S’isch wieder sowitt. D’Nächt wärre kälter, Blätter bunter un’s Laub keit runder. S’isch Herbschd. An so neme usgwachsene Baum hänge jo bis zu 1000.000 Blätter stelle euch des mol vor. Ich hab nit nochzählt – nei des hab ich irgendwo gläse. Also jedi Mengi Laub, was so noch un noch runder kummt. Deshalb losst au d’Krach vun d’Räsemäher in d’Vorgärte langsam noch, un wird abglöst vom Getöse vun dene Laubblooser. Denn wär nimmt hitt noch e Räche in d’Händ! Nei sobald die erschde Blättli rundersegle, wird d’Bosch AL 25 ahgworfe, un lospuschded was russkummt. Jesses nei, was do alles in d’Luft gewirbelt wird: Feinstaub, Schimmelpilze, Spore un pulverisierter Hundedräck un näbe här natürlich au e bissli Laub. In Dittschland solle jo in d‘ leschde Johr, sage un schreibe, 500.000 Laubblooser un -sauger kauft worre sii. Wieviel Laubräche verkauft worre sinn, weiß i nitt. Aber, wenn i mich so in d’Nachbarschaft umguck, könne des nimmi viele gwäse sii. Debbi – so e Laubräche isch doch e feini Sach! Meischdens het ma sini Blätter viel schneller zämme, s’macht kai Krach, s’verpeschtet die Luft nitt, un ma stärkt noch die Armmuskulatur, un spart sich’s so‘s Gäld für d’Muggibude.
Also:
Wenn’s Obends wird schu früher dunkel,
wenn’s näblig wird un ziemlich frisch.
Wenn‘ Laub bunt in d’Sunne funkelt,
es Biire, Epfel, Nusse git.
Wenn bloose wird, un nimmi kehrt,
jo liibe Litt, jo dann isch Herbschd.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


04. September 2017, 11:41

Soddene un Sonigi.


So Salli Mitnander!
Gell, s’könnt alles so schee sei, wenn die Andre nit wäre, die einem immer wieder mol fuchse dun. Die welle halt immer ebbis vun einem, was ma selber nit will. Aber was willsch mache, gibt halt Sonigi un Sonigi, manchi sage jo aus gsoddene un ungsondene. Zu dem Thema muss ich euch mol ebbis verzälle. Vor kurzem hab ich, rein zufällig mol mitkriegt, wie sich unsri Metzgersfrau, mit de Bäckersfrau unterhalte hät.
„Friahjer het alles nit gnua Fett ha könne, un hit derf kum e Möggili Fett dra si!“ meint d’Metzgersfrau. „Un wän mir zehnerlei Brot hän, deno verlange e Teil vu dr verwöhnte Kundschaft nomol es anderi Sorte“, sagt die Bäckersfrau.
„Jo, jo. D’Zunge ghört dene mit me Stuhlbai gschabt! Aber s git halt Sonigi un Sonigi.“, empört sich d’Metzgeri.
„Do hesch rächt“, erwidert die Bäckersfrau, „aber vu Sonigi gibt’s am meischde!“
Ebbe, genau was ich au immer sag! Mei Ratschlag: wänn Sonigi dich Nerve, dänk eifach:
„Du kannsch mir mol d’Buggel nunder rutsche!“
In däm Sinn, mache‘s guet!
Euer Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


05. August 2017, 10:53

Alles het drei Sidde!

Fipronil-Eier, Dieselskandal – ei Skandal jagd de nächschde. Fußballer wärre für 222 Millione verschobe - also nei, da könnscht doch grad z’viel kriege. Dezu noch d’Trump, Erdogan un Putin – die einem s’grusle lehre, also gell, mir läbe schu in gruusige Zidde, aber des muss aber au früher schu so gwäse sii, denn mei Oma het als immer gsait: „Oh Herr, schaue dein Volk an – nur Lumbe un Zigiiner!“ Un do het sie doch bigott rächt. Jo, s’isch halt hinde un vurne nix meh, un d’Litt ränne nur noch m’Geld hinder här. Bis halt uff e paar kleini Usnahme. Ha jo, ich und Du, mir ghöre do natiirlich nit dezu. Nei ganz im Gegeteil, wenn alli so wäre wie mir Zwei, gell, dann dät’s uff dere Welt anderschder zugehe. Oder au nit. Aber am beschde mir dun die ganze Sach so ansähne wie des schu d‘ Karl Valentin vorgschlage het: „Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." So, des loss ma uns jetzt mol uff d’Zunge zergehe… Also, dann bis zum nächsdemol, bass uff Dich uff! Dein Edgar

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

Seite 1 von 5

 

 

 

 

 

 

 

 

Bookmarks

BloggerFacebook ShareGoogle BookmarksRedditTumblrTwitter