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Salli Mitnander! 


08. Oktober 2017, 11:35

Herbschd!

S’isch wieder sowitt. D’Nächt wärre kälter, Blätter bunter un’s Laub keit runder. S’isch Herbschd. An so neme usgwachsene Baum hänge jo bis zu 1000.000 Blätter stelle euch des mol vor. Ich hab nit nochzählt – nei des hab ich irgendwo gläse. Also jedi Mengi Laub, was so noch un noch runder kummt. Deshalb losst au d’Krach vun d’Räsemäher in d’Vorgärte langsam noch, un wird abglöst vom Getöse vun dene Laubblooser. Denn wär nimmt hitt noch e Räche in d’Händ! Nei sobald die erschde Blättli rundersegle, wird d’Bosch AL 25 ahgworfe, un lospuschded was russkummt. Jesses nei, was do alles in d’Luft gewirbelt wird: Feinstaub, Schimmelpilze, Spore un pulverisierter Hundedräck un näbe här natürlich au e bissli Laub. In Dittschland solle jo in d‘ leschde Johr, sage un schreibe, 500.000 Laubblooser un -sauger kauft worre sii. Wieviel Laubräche verkauft worre sinn, weiß i nitt. Aber, wenn i mich so in d’Nachbarschaft umguck, könne des nimmi viele gwäse sii. Debbi – so e Laubräche isch doch e feini Sach! Meischdens het ma sini Blätter viel schneller zämme, s’macht kai Krach, s’verpeschtet die Luft nitt, un ma stärkt noch die Armmuskulatur, un spart sich’s so‘s Gäld für d’Muggibude.
Also:
Wenn’s Obends wird schu früher dunkel,
wenn’s näblig wird un ziemlich frisch.
Wenn‘ Laub bunt in d’Sunne funkelt,
es Biire, Epfel, Nusse git.
Wenn bloose wird, un nimmi kehrt,
jo liibe Litt, jo dann isch Herbschd.

Redakteur

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04. September 2017, 11:41

Soddene un Sonigi.


So Salli Mitnander!
Gell, s’könnt alles so schee sei, wenn die Andre nit wäre, die einem immer wieder mol fuchse dun. Die welle halt immer ebbis vun einem, was ma selber nit will. Aber was willsch mache, gibt halt Sonigi un Sonigi, manchi sage jo aus gsoddene un ungsondene. Zu dem Thema muss ich euch mol ebbis verzälle. Vor kurzem hab ich, rein zufällig mol mitkriegt, wie sich unsri Metzgersfrau, mit de Bäckersfrau unterhalte hät.
„Friahjer het alles nit gnua Fett ha könne, un hit derf kum e Möggili Fett dra si!“ meint d’Metzgersfrau. „Un wän mir zehnerlei Brot hän, deno verlange e Teil vu dr verwöhnte Kundschaft nomol es anderi Sorte“, sagt die Bäckersfrau.
„Jo, jo. D’Zunge ghört dene mit me Stuhlbai gschabt! Aber s git halt Sonigi un Sonigi.“, empört sich d’Metzgeri.
„Do hesch rächt“, erwidert die Bäckersfrau, „aber vu Sonigi gibt’s am meischde!“
Ebbe, genau was ich au immer sag! Mei Ratschlag: wänn Sonigi dich Nerve, dänk eifach:
„Du kannsch mir mol d’Buggel nunder rutsche!“
In däm Sinn, mache‘s guet!
Euer Edgar

Redakteur

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05. August 2017, 10:53

Alles het drei Sidde!

Fipronil-Eier, Dieselskandal – ei Skandal jagd de nächschde. Fußballer wärre für 222 Millione verschobe - also nei, da könnscht doch grad z’viel kriege. Dezu noch d’Trump, Erdogan un Putin – die einem s’grusle lehre, also gell, mir läbe schu in gruusige Zidde, aber des muss aber au früher schu so gwäse sii, denn mei Oma het als immer gsait: „Oh Herr, schaue dein Volk an – nur Lumbe un Zigiiner!“ Un do het sie doch bigott rächt. Jo, s’isch halt hinde un vurne nix meh, un d’Litt ränne nur noch m’Geld hinder här. Bis halt uff e paar kleini Usnahme. Ha jo, ich und Du, mir ghöre do natiirlich nit dezu. Nei ganz im Gegeteil, wenn alli so wäre wie mir Zwei, gell, dann dät’s uff dere Welt anderschder zugehe. Oder au nit. Aber am beschde mir dun die ganze Sach so ansähne wie des schu d‘ Karl Valentin vorgschlage het: „Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." So, des loss ma uns jetzt mol uff d’Zunge zergehe… Also, dann bis zum nächsdemol, bass uff Dich uff! Dein Edgar

Redakteur

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13. Juli 2017, 11:51

d'Iiisberg!

Hesch's au schu ghört? Jetzt isch doch bigott in d'Antarktis e mords Iisberg abgebroche. Der isch siebe mol so groß wie de Bodesee. Des isch doch unglaublich. Un der schwimmt jetzt, mir nix, dir nix im Meer rum. Des isch doch schad! Debii giibts doch Länder die wäre bigott froh, wenn sie mol so scheene Iisberg kriege däte, dorum wo's nur Wüste gibt un kei Wasser. Die hätte doch e Mords Freud! Also ich muss mich do mol schlau mache, ob ma do nit eifach des Ding irgendwie in Besitz nämme könnt. D'Badisch Fahne iiramme un des Ding isch gritzt. Un dann schwimme ma langsam runder nach Afrika un bewässere die Wüste Sahra. Also ich hab do schu e mängi kreative Idee. Ich muss do jetzt glii mol mim Oskar drüber schwätze. Also Adee un bis e ondermol! Euer Edgar

Redakteur

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19. Juni 2017, 15:57

s'isch Summer!

Gell, hitt brägelt Sunne wieder un e Hitz isch, dass d’Schnecke belle. D’Brüh rennt einem grad so nunder, ma ka garnit soviel nochschüdde, wie devu lauft. Aber alli sages jo, ma solle drinke – drinke des wär’s wichtigschde. Also drinke ma halt! Wenn ma grad beim drinke sinn – mir Badner hän do jo e huffe Usdrück defür. Mir drinke nit nur, nei – mir bächere, duudle, päbere, pfädze, suggle, sürpfle, suffe, suuge un schlotze – un nit nur Wasser, us’m Fläschli, Gläsli, Buddili, Bächer, Gidderli un Guddere. In däm Sinn – also Proschd! Euer Edgar

Redakteur

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07. Mai 2017, 12:08

Edgar auf youtube

Jo liebe Freundinne un Freunde, hitt will ich Euch mo uff mei YouTube Kanal hinweise. Sit 2013 hab ich immer mol wieder kleine Videos produziert, zum Thema Mundart: „Badisch schwätze“, über unser Badnerländle: „Heimat Baden“, es gibt e ganze Serie; „Edgar sucht Frau“, jo do war ich uff Brautschau, aber… na guck selber. Au vum Oskar un vun de „Badische Drei“ sinn Filmli zu sähe. Au gibt’s „Musik aus Baden“. Usserdem gibt’s „Witze aus Baden“ un „Edgar Schnatermanns Videobotschaften“. Es sinn bisher, sage un schreibe 72 Videos uff meinem Kanal zu finde, un alli sälber gmacht! Z’schletscht hab i e Mundart Rap uffgnumme un e kleins Video mit badische Wörter für Fortgeschrittene. Also guck doch mol rii.
www.youtube.com/c/​EdgarSchnatermann
Maches gut un bis bald! Euer Edgar

Redakteur

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04. April 2017, 11:30

Ma kummt rum!

Also im März, gell, do bin ich mit de "badische Drei" ganz schön im Ländli rumkumme. Z'erscht ware ma in Opfinge in de "Blume", dert häm ma die Litt unterhalte während sie ihr "Schwarzald-Tapas-Menü" genosse hän. Kurz druff isch's zu de Hochalemanne nach Weil a. R. gange ins TAM Theater. E richtig gemütlich kleins Theater, mit ludder neddi Litt! Un ob ihr's glaube oder nitt, die Hochalemanne hän uns Niederalemanne alli aschdrein verstande! Jo un dann ware ma noch in Breisach, in dem schöne Saal vom Hotel Bären. Superstimmung! S'het e riese Spaß gmacht. So un jetzt verschnuffe ma e bissli, mir sinn jo au nimmi die Jüngschde, un dann geht's widder.
Un wan sähne mir uns? Bis dohii oder e ondermol, grüßt Euch Euer Edgar

Redakteur

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12. März 2017, 17:18

März!

S’isch Frühling! D’Lebengeister erwache wieder, wenn uns nit grad Frühjahrsmüdigkeit überwältigt. D‘Vögel pfiffe, Däg wäre länger, d’erschde Blume und Sträucher blühe un kriege grüni Blätti. S’isch jedes Johr desselbe un doch immer wieder neu un erstaunlich. De Eduard Weber het des in einem Gedicht sehr schön beschriebe:

„Säll Wunder, wo sich jetzt vollziiht,
wie’s jeder jedes Frü(h)ijohr siht,
wie Blatt um Blatt sich jetz entfaltet
isch ebbis, wo doch nie veraltet.

E Schmetterling het sich ufgrapplet
un gauklet in de Luft un zapplet.
D’Sunn isch au höher kletteret,
e Vögeli lut schmetteret:
„Jetzt bin i wider lebensfroh,
i suech e Wiibli, d’Zit isch do“.“

Also uff gehn russ un hebe d’Nas in d’Frühlingsluft! E scheene März wünscht Euch Euer Edgar

Redakteur

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03. Februar 2017, 11:23

Immer ebbis!

Ich sag dass – s’Läbe het halt immer wieder Überraschunge zu biete, un die sinn halt mol so und mol so. Meischtens aber so. Wie bei mir grad, gell. S’het jo schu länger bi mir im Bad vun de Decke tröpfelt Aber ich hab der Sach kei bsundre Beachtung gschenkt. Ich hab denkt, isch’s kumme, wird’s au wieder gehe. Aber Pfiffedeckel. S’isch immer schlimmer worre. Do bin i halt nuff zu d’Nachbarin und hab sie gfrogt, ob bei ihr was nitt ganz dicht isch. Und die, die war fascht beleidigt. Debii kann ich jo do wirklich nix defür. Sie het halt dann de Installateur kumme losse müsse. Jo, und sittdem isch bii uns de Deifel los. S’hämmert, s’bohrt, s’klopft und staubt. Aber gell, wo halt ghobelt wird, falle Spän. D’Installateur het gsagt, do müsse jetzt halt durch. Aber an die Ussgabe, do denkt halt kainer! Weil, do ich’s deheim nimmi usshalt, hock ich halt dauernd in d’Wirtschaft. Des geht halt in’s Geld, die Zitte, wo’s Vierteli noch 2,50 DM koschtet het, die sinn halt schu lang vorbei, und e Viertli kriegsch au nimmi, nur noch 0,2. Aber ei guti Sidde het die Sach doch, gell, Nachbarin un ich, mir sinn uns menschlich e Stückli näher kumme. Wäge dem Loch in d’Baddecke. Mir hän jetzt sozusage e Dirketverbindung. Jo, uns so könne mir uns jetzt schu vorm Zähnbutze über unser Allgemeinbefinde ustausche. Jo, so hett halt alles seine zwei Sidde. Au, jetzt muss ich uffhöre, er fangt wieder a Bohre, ich geh an d’Stammtisch. Also, Adee un denke droo s’goht degege: „E Johr isch rum, s’het Fasnet g’schlage, jetzt henn die G’scheide nix meh z’sage!“ Euer Edagr

Redakteur

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07. Januar 2017, 11:41

"E guds Neus!"

Salli Mitnander,
so, jetzt sinn ma doch ratz-fatz im Neue Johr glandet. Ich hoff ihr hän den Silvestertrubel ohne Schade an Leib und Seele überstande?! Ich mach mir jo nix us der Knallerei, un Party mach i au keini meh, wegge d’Angschd vor de körperliche Folgeerscheinunge. Jetzt nachdem die Feiertdäg alli überstande sinn, de Tannebaum us d’Stube rusgfloge isch und d’ ledschde Wiihnächtsbrödli verbutzt sinn, do kumme ma so langsam wieder im Alltag ah, un könne uns d’ Herausforderunge vun dem Neue Johr zuwende. So wie’s ussieht könnt’s jo spannend wäre, aber au e bissli gruuslig, wänn ma so mitkriegt was so manchi vorhän. Aber gell, die Alde hän als gsagt: s’wird meischdens nit so heiß gässe, wie’s kocht wird. Hoffe ma’s!
Hesch da au ebbis vorgnumme für’s Neue Johr? Diät, Fitness, Selbstoptimierung? Ich sag’s dr: alles Fisematente! Loss’es, warum willsch dich den qäule, alles viel zu astrengend – un außerdem macht’s au noch schlechti Laune. Probier’s doch mit ebbis eifachem, so wie ich.
Ich bin jo als Bruddler bekannt, un deshalb hab ich mir vorgnumme in däm Johr nur noch ½ soviel z’bruddle, userdäm will ich mich im Metzger nimmi vordrängle un d’Nachbar vun gegeüber, der wo immer wegguckt, wenn er mich sieht, weil er denkt, ich dät denke, dass er was über mich denke dät, und desdewäge denkt … egal, uffjedenfall, will ich dänn ab Hitt ganz freundlich grüße, damit er nimmi denkt… na losse ma des jetzt.
Probiere ma’s eifach, damit es in unsrem kleine Dunschdkreis e bissli heller wird. Machsch mit? In dem Sinn: „E guds Neus!“
Euer Edgar

Redakteur

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